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Ökohydraulische Untersuchungen am Kraftwerk Rheinau, Hochrhein

Revitalisierung und ökonomische Optimierung

Wassertiefen im Status Quo, Rheinmäander bei Rheinau Projektinhalt: sje ist wesentlicher Partner eines Konsortiums (zusammen mit biologischen und geowissenschaftlichen Partnern), welches den Auftrag für diese Studie erhalten hat. Mit Hilfe des an der Universität Stuttgart entwickelten Simulationsmodells CASiMiR waren Habitatprognosen für Fische und Vertreter des Makrozoobenthos unter verschiedenen strukturellen und hydraulischen Randbedingungen anzustellen. Rückbau der Hilfswehre, das Anlegen von Sohlrampen, Inseln und Kiesbänken und die Veränderung der Abflussverhältnisse finden Berücksichtigung bei den Simulationen. Nach Analyse der Auswirkungen auf die Qualität der Lebensräume im Gewässer können diese Verbesserungsmaßnahmen optimiert werden. Damit wird eine objektive Grundlage für ein ökologisch verträgliches Management der untersuchten Gewässerstrecke geschaffen.
sje liefert im Rahmen der vom Rheinaubund beauftragten Untersuchungen damit entscheidende Beiträge bei der Diskussion um die Sanierung der Mindestwasserstrecke am Kraftwerk Rheinau.

Hintergrund: Durch den Bau des Kraftwerks Rheinau im Jahr 1953 ist eine 2,5 km lange Ausleitungsstrecke entstanden, in die derzeit an etwa 230 Tagen im Jahr ein Dotierabfluss von 5 m3/s abgegeben wird. Zwei Hilfswehre, die in der Ausleitungsstrecke errichtet worden sind, um die Restwassermenge auf die vor dem Bau des Kraftwerkes vorhandenen mittleren Wasserständen aufzustauen, verhindern die Ausbildung eines natürlichen Fließcharakters im Rheinmäander. Die Konzession des Kraftwerks läuft zwar erst im Jahre 2036 aus, doch nach dem neuen Gewässerschutzgesetz der Schweiz müssen bereits bis 2007 die Mindestwasserstrecken an Ausleitungskraftwerken saniert werden. Die anstehende Turbinenrevision und die dadurch resultierende erhöhte Wasserführung in der Ausleitungsstrecke war Anlass dafür, die gegenwärtigen Verhältnisse zu untersuchen und potenzielle Verbesserungsmaßnahmen zu definieren. Es sollen damit Vorgaben für die Sanierung von Restwasserstrecken nach dem Gewässerschutzgesetz erarbeitet werden.

Auftraggeber: Rheinaubund Schaffhausen, CH.

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