 |
Projektinhalt:
In der ca. 40 km langen Ausleitungsstrecke des Oberrheins, dem "Restrhein",
wurden in insgesamt 5 Untersuchungsstrecken von mehreren hundert Metern
Länge ökohydraulische Simulationen durchgeführt. Ziel dabei war
es, die abflussabhängigen Veränderungen der Fischlebensräume,
insbesondere für den Atlantischen Lachs zu untersuchen. Grundlage
für die Berechnungen waren Vor-Ort-Aufnahmen der Gerinnemorphologie und
-geometrie. Zusätzlich wurden im Rahmen von Dotationsversuchen
Wasserspiegel- und Strömungsmessungen durchgeführt, die zur
Kalibrierung der verwendeten 2D-Hydraulikmodelle dienten.
Dadurch dass die Veränderungen von Wassertiefen, Fließgeschwindigkeiten
und benetzten Flächen, und daraus abgeleitet die Habitatbedingungen im
Modell für beliebige Abflusssituationen ermittelt werden können,
lassen sich auf den Jahresverlauf abgestimmte, optimierte Abflussregelungen
entwickeln. Ergebnisse aus zusätzlichen, weniger hoch aufgelösten
hydraulischen 1D-Modellierungen über den ganzen 40 km langen Abschnitt
werden in Verbindung mit vorhandenen Informationen über die Gerinneform
und zugeordnete Vegetationseinheiten zur Prognose der Auswirkungen von
Abflussvariationen im gesamten Restrhein genutzt.
Hintergrund:
Im Rahmen der Neukonzessionierung des von der EdF (Electricité de France)
betriebenen Wasserkraftwerks Kembs am Canal d´Alsace ist eine der
dringlichsten Fragen die Einstellung eines ökologisch verträglichen
Mindestabflusses. Da die Restrheinstrecke im Hinblick auf die Wiederansiedlung
des Atlantischen Lachses große Bedeutung insbesondere als Laichareal hat,
ist die Bereitstellung geeigneter Lebensräume einer der Hauptfaktoren
für die zukünftige Abflussregelung. Des weiteren steht die Erhaltung
der in diesem Rheinabschnitt vorhandenen wertvollen Brutstätten und
Pionierstandorte im Brennpunkt des Interesses.
Auftraggeber:
EdF - Electricité de France.
|
 |